FACHINFORMATIONEN

 

Mai 2017

Vorsicht bei Wasserschäden! Neue Untersuchung der Universität Innsbruck belegt mikrobielle Eskalation in Estrichdämmschichten

 

Was einige Schimmel-Experten aus praktischen Sachverständigentätigkeiten erfahrungsbedingt vermuteten, wurde nun durch eine Untersuchung an der Universität Innsbruck belegt: Eine mikrobielle Eskalation nach einer Durchfeuchtung von Estrichdämmschichten ist während der Trocknung nichtzu vermeiden.Dipl.-Ing. Univ. Ralf Gebauer, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Wärme- und Feuchtigkeitsschutz sowieAbdichtungen, präsentierte erstmals vor größerem Fachpublikum beim 7. Würzburger Schimmelpilz-Forum die Ergebnisse seiner Forschungstätigkeit„Feuchteschäden an Fußbodenaufbauten".

 

In Wohn- und Bürogebäuden werden überwiegend schwimmende Estriche eingebaut. Kommt es in diesen Gebäuden zu einem Wasserschaden, läuft das Wasser über die Estrich-Randfugen und die sonstigen Öffnungen in die Dämmschichtebene unter dem Estrich. Die Stahlbeton-Geschossdecken und -Bodenplatten sind meist so dicht, dass das eingedrungene Wasser zunächst zwischen der Geschossdecke und der Dämmschichtebene verbleibt. Schon nach kurzer Zeit keimen und wachsen hier Mikroorganismen, wenn genügend freie Feuchtigkeit auf den Bauteiloberflächen vorhanden ist.

Um ein solches Wachstum zu beenden bzw. die Auskeimung zu verhindern und weitere negative Einflüsse der Feuchtigkeit auf Bauteile zu vermeiden, werden Estriche und die durchfeuchteten Dämmschichten unter den Estrichen technisch getrocknet. Der Trocknungserfolg ist jedoch durch Messung nicht sicher nachprüfbar. Zudem ist nach Feuchteeinwirkung die sich entwickelnde mikrobielle Situation unklar. Erst durch mikrobiologische Untersuchungen oder den Ausbau der Dämmschicht unter dem Estrich kann letztendlich ermittelt werden, ob in diesem Bodenaufbau durch die Befeuchtung eine mikrobielle Eskalation stattgefunden hat. In diesem Falle wäre jedoch die vorangegangene technische Trocknung wirtschaftlich sinnlos.

 

Dipl.-Ing. Univ. Ralf Gebauer, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Wärme- und Feuchtigkeitsschutz und Abdichtungen aus Weilheim, untersuchte deshalb im Rahmen einer Dissertation an der Universität Innsbruck, ob schwimmend eingebaute Estriche auf verschiedenen Dämmschichten technisch vollständig (bis zur Ausgleichsfeuchte) getrocknet werden können. Da es sehr viele Estrich–Dämmschicht–Kombinationen gibt, wurden die am häufigsten vorkommenden Kombinationen untersucht. Diese sind Zementestriche mit Dämmung aus

 

– Faserdämmstoff (Mineralwolle, KMF) und
– Schaumkunststoff (expandiertes Polystyrol, EPS)

 

Außerdem sollte überprüft werden, inwieweit sich im Zuge der Trocknung eine mikrobielle Eskalation, insbesondere im Hinblick auf Schimmelpilze, vermeiden lässt.

 

Versuche im Freigelände
Für die Untersuchung wurde ein Versuchsstand mit zwei Räumen à 10 Quadratmeter Grundfläche errichtet. In diese Räume wurden nacheinander mehrere schwimmende Estriche eingebaut, bewässert und nach dem aktuellen Stand der Technik im Unterdruckverfahren wieder getrocknet. Anschließend wurde der Estrich jeweils mit der Dämmung ausgebaut. Die ausgebauten Dämmschichten (EPS und KMF) wurden weiter untersucht: Der Wassergehalt wurde ermittelt und mit dem Einbauwassergehalt verglichen. Außerdem wurden die Keimdichten (kultivierbare Schimmelpilz- und Bakteriensporen) der Dämmschichten bestimmt.

 

Gebauers Untersuchung belegt, dass bei den am häufigsten verwendeten Materialkombinationen eine technische Trocknung von Estrichen auf Dämmschichten nicht sicher und nicht vollständig erreicht wird. Eine mikrobielle Eskalation nach einer Durchfeuchtung von Estrichdämmschichten ist während der Trocknung unvermeidbar. Lediglich durch den Einbau einer Ventilationsschicht – eine Monofilamentlage – zwischen der Stahlbeton-Geschossdecke oder -Bodenplatte, konnte im Versuchsaufbau eine vollständige Trocknung der Dämmplatten erzielt werden. Hier stellte sich keine mikrobielle Eskalation ein.

 

Zum Verlauf der Trocknungsphase

Nach zwei Wochen (EPS-) bzw. drei oder vier Wochen (KMF-) Trocknung im Unterdruckverfahren war ein Feuchtegleichgewicht zwischen der Raumluft und der abgesaugten Luft erreicht. Es wurde kein weiteres Wasser aus der Estrichkonstruktion ausgetragen. Dennoch waren einzelne Dämmplatten nach dem Ausbau nass. Während der üblichen Trocknungszeiten können Fußbodenkonstruktionen mit schwimmend verlegten Estrichen also nicht sicher getrocknet werden, auch wenn Klimamessungen der Zu- und Abluft keine weitere Entfeuchtung ergeben. Laut Dipl.-Ing. Univ. Ralf Gebauer darf sogar bezweifelt werden, ob auch nach langen Trocknungszeiten eine vollkommene Entfeuchtung der Dämmplatten sicher erreicht wird. Offensichtlich erreicht die zum konvektiven Feuchtetransport erforderliche Luft nicht alle Bereiche der Dämmebene. Eine Entfeuchtung mit diffusivem Feuchtetransport dauert bei üblichen Aufbauten sehr lange oder ist unmöglich (beispielsweise bei einer Bodenplatte mit innenliegender Abdichtung, PE-Folie unter dem Zementestrich, Fliesenbeläge etc.).

 

Die Verkeimung des Substrats unter der Dämmebene hat nach den Untersuchungen von Gebauer keinen Einfluss auf die Keimbildung in der Dämmebene. Selbst bei günstigen Randbedingungen, wie Fluten mit Leitungswasser, nicht verschmutzte Randfugen, Trocknungsbeginn bereits zwei Tage nach Flutung etc. ist ein Auskeimen und Wachsen von Bakterien und Schimmelpilzen in der Dämmebene nicht vermeidbar. Wegen der sehr hohen Keimdichten von Bakterien sollten diese bei der Beprobung nicht vergessen werden. Sowohl die Feuchteverteilung als auch die Verteilung der Pilze in der Dämmebene war in kleinen Abständen stark unterschiedlich ausgeprägt. Wurde im Versuch präventiv eine Strömungsebene (z. B. Wirrgelege) unter der Dämmschicht eingebaut, konnte die Dämmschicht vollständig getrocknet und eine mikrobielle Eskalation verhindert werden.

 

Der ausführliche Fachbeitrag mit verschiedenen Probenergebnissen und dem Grundriss der Versuchsgebäude sind Bestandteil des Tagungsbandes und kann zum Selbstkostenpreis angefordert werden.

 

Das 7. Würzburger Schimmelpilz-Forum fand vom 31. März bis 1. April 2017 im Gesandtenbau der Residenz Würzburg statt. Veranstalter ist das unterfränkische Sachverständigen-Institut peridomus Dr. Führer.


 

März 2017

7. Würzburger Schimmelpilz-Forum
Vorbeugen ist besser: Schimmelschäden und Methoden der Prävention

 

Vom Freitag, 31. März bis Samstag, 1. April 2017 findet das 7. Würzburger Schimmelpilz Forum statt. Schimmelschäden und Methoden der Prävention lautet das Motto. Im Fokus stehen neue Untersuchungsverfahren, Einblicke in die derzeit üblichen Sanierungsmethoden und wirkungsvolle Vorsorgemaßnahmen.

 

Regelmäßig lüften, richtig heizen, keine Möbel an die Außenwände... In den Wintermonaten ist das Interesse der Verbraucher an Tipps rund um die Vermeidung von Schimmel enorm. Die Zahl der Ratgeber ist groß. Doch mit diesen Handlungsempfehlungen ist es in der Regel nicht getan. Meist ist die Bausubstanz betroffen. Wärmebrücken, Neubaufeuchte, Leckagen in der Luftdichtigkeitsebene, Leitungswasserschäden, fehlerhaft geplante oder falsch ausgeführte Dampfsperren sind nur ein paar der Feuchtequellen, die der Bausubstanz schaden und - sowohl im Neubau als auch im Bestand und bei Sanierungen - zu Schimmelpilzbefall führen. Dabei sind die Ursachen für die Entstehung von Schimmelpilzbelastungen scheinbar einfach, im Detail jedoch hoch komplex und teuer in der Sanierung. Prävention ist deshalb das A und O. Die Vorsorge muss bereits in der Planungs- und Bauphase ansetzen, hier ist sich der Wissenschaftliche Beirat des Würzburger Schimmelpilz-Forums einig. Das mittlerweile 7. Fachforum widmet sich daher Schimmelschäden und Methoden der Prävention. Neue Untersuchungsverfahren und die derzeitige Sanierungspraxis stehen im Fokus. Vorsorgemaßnahmen werden vorgestellt und auf ihre Sinnhaftigkeit geprüft.

 

Alles Schimmel oder was?

Dieser Frage stellt sich Dr. Gerhard Führer, ö. b. u. v. Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen und Leiter des peridomus Instituts Dr. Führer. Seit rund 25 Jahren beschäftigt er sich mit Schimmel in Innenräumen und ist bundesweit gefragter Experte zu dieser Problematik.

Dr. Christoph Trautmann, Geschäftsführer der Umweltmykologie Berlin, erläutert das komplexe „Öko“-System Schimmel. Ein System, das länderübergreifend die Experten beschäftigt. Gesundheitliche Relevanz haben u. a. Schimmelpilzgifte. Über deren Nachweis, Toxizität und Verbreitung berichtet Prof. Dr. Manfred Gareis, Ordinarius der Tierärztlichen Fakultät der LMU München. Dr. Sonja Stahl, Sachverständige für Schimmelschäden informiert über den internationalen Stand der Diskussion zwischen Gesundheit und Schimmelpilzbelastungen in Innenräumen.

 

Prävention statt kostenintensiver Sanierungen

Prävention und fachgerechte Sanierungen haben höchste Priorität und müssen schnellstmöglich zum Standard werden. Doch wie schaut es mit den Sanierungen in der täglichen Praxis aus? Volker Hummel, Sachverständiger für Schimmelschäden referiert über den Status Quo. Ralf Gebauer (ö.b.u.v. Sachverständiger für Wärme- und Feuchteschutz, Abdichtungen) stellt seine neuen wissenschaftlichen Untersuchungen vor: Welche Materialien sind bei Fußbodenkonstruktionen unter dem Gesichtspunkt Schimmeltoleranz besser oder weniger gut.

 

In der Talkrunde „Methoden der Prävention“ sprechen Referenten und Teilnehmer über Aufklärung und Schulung, schadenstolerante Konstruktionen und Materialien sowie Feuchtemanagement in Bau- und Planungsphasen.

 

Das 7. Würzburger Schimmelpilz-Forum findet am 31. März und 1. April 2017 im Gesandtenbau der Residenz Würzburg statt. Das Zwei-Tagesticket kostet 329 Euro zzgl. USt. Imbiss, Getränke und Mittagessen sind inklusive. Die Frühbucher-Rate beträgt 279 Euro zzgl. USt. Am Freitag, dem 31. März findet die schon traditionelle Abendveranstaltung „Schimmel live“ statt.

 

Das ausführliche Tagungsprogramm und die Fachbeiträge der Vorjahre finden Sie auf Schimmelpilz-Forum.de


 

August 2016

Schäden nach Starkregen und Hochwasser - Trocknung reicht nicht aus

 

  • Wasser geht, Schimmel kommt. Bei Wasserschäden nach Starkregen und Hochwasser liegen oftmals die Nerven blank. Eine schnelle Lösung wird gesucht. Die Gefahr fehlerhafter Sanierungen ist groß. Experten warnen daher: Trocknung alleine ist nicht ausreichend. Gerade fehlerhafte Sanierungen gefährden die Gesundheit der Betroffenen und verursachen enorme Folgekosten.
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  • Grundlage für Schimmel und Bakterien
    Unzählige Haushalte, Unternehmen und Organisationen wurden Opfer der jüngsten Hochwasserkatastrophen. Nasse Keller, feuchte oder sogar durchnässte Hauswände, Fußböden und Möbel sind die Folge der Überschwemmungen. Die Probleme scheinen mit dem Rückgang des Hochwassers, Trocknungsmaßnahmen, Reinigungsarbeiten und Schönheitsreparaturen gelöst. Doch häufig können trotz der Nutzung von Bautrocknungsgeräten Böden und Wände nicht schnell genug durchtrocknen. Innerhalb weniger Tage bilden sich Mikroorganismen, wenn sie nicht schon direkt durch verschmutztes (Hoch)Wasser eingetragen wurden. Feuchtigkeit ist die Grundlage für das Wachstum von gesundheitsgefährdenden Schimmelpilzen und Bakterien. Dabei benötigen diese keine Nässe – ausreichend ist schon eine gewisse Materialfeuchte.
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  • Mikrobielle Belastungen
    Problematisch sind schwer einsehbare Hohlräume wie beispielsweise Installationsschächte oder die Dämmebene der Fußbodenkonstruktion unter dem Estrich. Die Trocknung kann hier Wochen bis Monate dauern. „Sichtbarer Schimmel ist häufig nur die Spitze des Eisberges“, warnt Dr. Gerhard Führer, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen. „Diese offensichtlichen Schäden sind regelmäßig mit nicht sichtbaren mikrobiellen Belastungen vergesellschaftet. Verdeckte Schimmelschäden sind weitaus gefährlicher, da sie selten entdeckt und in ihrer Auswirkung unterschätzt werden.“ Und obwohl die für viele Schimmelpilzarten typischen grau-schwarzen Verfärbungen mit pelzigen Strukturen an den Oberflächen (noch) gar nicht zu sehen sind, liegt ein massives Schimmelpilz- oder Bakterienproblem vor.
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  • Kosmetische Schnellsanierung – überteuerte Falschsanierung
    Die Mitarbeiter des peridomus Instituts verfügen über zahlreiche Erfahrungen: Einerseits auf der fachlichen Ebene bezüglich Trocknungszeiten und Schimmelwachstum, andererseits auch über die Vorgehensweisen von Schadensregulierern und vermeintlichen Fachleuten. In diesen Kreisen setzt nach jedem Hochwasser quasi eine „Goldgräberstimmung“ ein. Kosmetische Schnellsanierungen, überteuerte Falschsanierungen und sinnlose Maßnahmenpakete sind die Regel. Die Gesundheit ist gefährdet Schimmelpilze können krank machen. Das belegen viele Studien. Häufig treten Atemwegserkrankungen, allergische und asthmatische Reaktionen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und erhöhte Infektanfälligkeit auf. Eine sachgerechte Sanierung ist daher dringend erforderlich. Doch Experten gehen davon aus, dass bundesweit mindestens jede zweite Sanierung bei einer Schimmelpilzbelastung nicht fachgerecht ausgeführt wird und erneut saniert werden muss. So das Ergebnis einer Expertenbefragung im Rahmen des Würzburger Schimmelpilz Forums, einer jährlich stattfindenden internationalen Fachtagung. Dreiviertel der Befragten gehen sogar davon aus, dass 70 Prozent der Sanierungen fehlerhaft sind. Enorme Folgekosten für die Sanierung der Sanierung und eine erneute Minderung der Lebensqualität der Bewohner sind die Folge. Kosten und Unannehmlichkeiten, die vermeidbar wären. Eine Begutachtung mit mikrobiologischer Bestandsaufnahme vor der Sanierung würde wichtige Erkenntnisse liefern, Hinweise auf die auszuführenden Arbeiten geben und letztendlich einer Folgesanierung vorbeugen.
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  • Fachgutachten vor der Sanierung
    Dr. Gerhard Führer ist spezialisiert auf Schimmelpilzbelastungen und kennt die Problematik der Betroffenen sehr gut. Häufig ist im Vorfeld einer Folgesanierung der Rat seines Instituts gefragt. Führer empfiehlt bereits im Vorfeld der Erstsanierung einen Fachgutachter zu Rate zu ziehen, der sich auf Schimmelpilzbelastungen oder Schadstoffe spezialisiert hat. Diese verfügen über das fachspezifische Know-how, das bei derart komplexen Sachverhalten erforderlich ist. Oftmals werden im Expertengespräch auch wertvolle Tipps und kostengünstige Sanierungsalternativen aufgezeigt, wie beispielsweise bei der Sanierung der Dämmebene von Fußböden. Hier kann der Einsatz eines diffusionsoffenen Estrichfugensystems den kosten- und zeitintensiven Komplettrückbau der gesamten Fußbodenkonstruktion ersetzen.

 


 

Dezember 2015

6. Würzburger Schimmelpilz Forum
Feuchtigkeit in Fußbodenkonstruktionen und deren Folgen | Risiken - Kosten - Vorsorge

 

Vom 11. bis 12. März 2016 findet das 6. Würzburger Schimmelpilz Forum statt. Im Fokus steht die Feuchtigkeit in Fußbodenkonstruktionen und deren Folgen sowie deren Bedeutung für die Immobilienwirtschaft, die Rechtsprechung, die Versicherungen und die Politik.
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  • Fußbodenkonstruktionen sind häufig von Feuchteschäden betroffen. Bei einem Wasserschaden unter dem Estrich reichen in der Regel wenige Tage Feuchtigkeit für das Entstehen eines problematischen Schimmelpilzwachstums aus. Auch unerkannte oder nicht fachgerecht sanierte Wasserschäden, Neubaufeuchte und Kondenswasserbildung durch Wärmebrücken bei mangelnder Dämmung, führen zu Schimmelpilzbelastungen in der Dämmebene von Fußböden.
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  • Die mit Schimmelpilzbestandteilen belastete Luft aus dem Unterboden kann über die Randfuge in die Raumluft austreten. Beim Begehen des Fußbodens wird zudem der Unterboden geringfügig zusammengedrückt und damit ein Luftstoß in alle Richtungen ausgelöst. Gesundheitliche Beschwerden wie allergische Reaktionen, Kopfschmerzen, Atemwegserkrankungen etc. können die Folge sein. Eine sachgerechte Sanierung ist dringend erforderlich.
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  • Bei einer Sanierung mit Komplettrückbau müssen Fußboden, Estrich und Dämmung sowie evtl. auch die Fußbodenheizung und Rohrleitungen entfernt werden. Ein erheblicher finanzieller Aufwand steht an. Hinzu kommt der Nutzungsausfall der betroffenen Räumlichkeiten und damit logistische Konsequenzen für die Raumnutzer.
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  • Doch warum sind gerade Fußbodenaufbauten „schimmelproblematisch“? Ist evtl. bei der heutigen Bauweise eine Schimmelbelastung im Fußboden vorprogrammiert? Fallbeispiele sowie eine Betrachtung unter bautechnischen Gesichtspunkten sollen Antworten geben. Inwieweit energetische Sanierungen die Problematik verschärfen wird beleuchtet. Die Bedeutung von Schimmel im Fußboden für die Immobilienbewirtschaftung, die Versichungswirtschaft, die Rechtsprechung und die Politik wird erläutert.
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  • Weitere Themen sind Bioindikatoren für Schimmel, verdeckter Schimmel in Fußbodenkonstruktionen, Feuchtemessungen bei Schimmelschäden in Fußböden und „Keine Feuchtigkeit bei Trockenbau“. Vorgestellt werden die Ergebnisse eines Containerversuches zur Simulation von Schimmelwachstum auf ausgewählten Materialien der Fußbodenkonstruktion. Ein Erfahrungsbericht über vertretbare Alternative(n) zum Komplettrückbau der Fußbodenkonstruktion bildet den Abschluß der Vortragsreihe.
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  • Expertenwissen contra kostenträchtiger Sanierungen
    Prävention und fachgerechte Sanierungen haben höchste Priorität und müssen schnellstmöglich zum Standard werden. Erforderlich hierfür ist konsequente fachübergreifende Zusammenarbeit, der Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse und der Einsatz aktueller
    Nachweismethoden. Darin ist sich der wissenschaftliche Fachbeirat des Würzburger Schimmelpilz-Forums einig.
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  • Die Themen des 6. Würzburger Schimmelpilz Forums im Detail:
    Warum sind Fußbodenaufbauten „schimmelpilzproblematisch“?
    - Fallbeispiel einer betroffenen Institution
    - Betrachtung unter bautechnischen Gesichtspunkten
    - Verschärfen energetische Sanierungen die Problematik?
    - Diskussionsrunde: Wie häufig und wie problematisch sind schimmelbelastete
    Fußbodenkonstruktionen?
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  • Schimmel im Fußboden
    - Wie gehen die Immobilienwirtschaft, die Rechtsprechung, die Versicherungswirtschaft und die Politik damit um?
    - Diskussionsrunde: Ist Schimmel in Fußbodenkonstruktionen ein bisher weitgehend unbekanntes gesamtgesellschaftliches Problem?
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  • Wie lässt sich Schimmel in Fußbodenkonstruktionen erkennen, beseitigen und vorbeugen?
    - Bioindikatoren für Schimmel
    - Verdeckter Schimmel in Fußbodenkonstruktionen
    - Feuchtemessungen bei Schimmelschäden in Fußböden
    - Keine Feuchtigkeit bei Trockenbau
    - Containerversuch zur Simulation von Schimmelwachstum auf ausgewählten
    - Materialien der Fußbodenkonstruktion
    - Vertretbare Alternative(n) zum Komplettrückbau
    - Diskussionsrunde: Wie sollen risikoarme Fußbodenkonstruktionen aussehen, um Schimmelwachstum möglichst zu vermeiden?
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  • Das 6. Würzburger Schimmelpilz-Forum findet am 11. und 12. März 2016 im Tagungscenter der B. Neumann Residenzgaststätten in Würzburg statt. Das Zwei-Tagesticket kostet 299 Euro zzgl. USt. Imbiss, Getränke und Mittagessen sind inklusive. Die Frühbucher-Rate beträgt bis 10. Februar 2016 nur 249 Euro zzgl. USt.
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  • Die Teilnahme an der Abendveranstaltung am 11. März kostet 39 Euro zzgl. USt. Sie beinhaltet einen Rundgang durch das Weingut Juliusspital und eine fränkische Brotzeit.
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  • Ausführliche Informationen zum Tagungsprogramm und den Veranstaltungszeiten aufSchimmelpilz-Forum.de

 

März 2014

4. Würzburger Schimmelpilz Forum

Sanierung der Sanierung


 

März 2013

3. Würzburger Schimmelpilz Forum

Schimmelpilzschäden im Neubau und Bestand


 

Mai 2012

Vorstellung von SCHIMMELSTOPP

Fachbuch "Praxis-Handbuch Schimmelpilzschäden, Diagnose und Sanierung" Rudolf Müller-Verlag


 

März 2012

2. WÜRZBURGER SCHIMMELPILZ-FORUM

Schimmel im Neubau


 

März 2012

Interview des Bayerischen Rundfunks mit Dr. Gerhard Führer

Anlass: 2. Würzburger Schimmelpilz Forum -
Interview


 

November 2011

Ökologisch sanieren bei Schimmelpilzbefall

Bericht in "Berliner Lokalnachrichten"-
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Mai 2011

Expertentipp: Standpunkt "Schadstoffe in Innenräumen"

BVS Sachverständige Bayern, Fachbereich Bau -
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März 2011

TV-Bericht zum 1. Würzburger SCHIMMELPILZ-FORUM


 

März 2011

1. WÜRZBURGER SCHIMMELPILZ FORUM

Neueste wissenschaftlich-technische Erkenntnisse - aktuelle Nachweismethoden - Innovative Sanierungstechniken!


 

April 2009

DCONex, Augsburg

Vortrag: Gerhard Führer
Diffusionsoffenes Estrichfugensystem SCHIMMELSTOPP


 

Februar 2009

2. Deutschen Forum Innenraumhygiene in Essen

Vortrag: Gerhard Führer
Diffusionsoffenes Estrichfugensystem SCHIMMELSTOPP


 

September 2008

Feuchtigkeit unter dem Fußboden: Ein Schimmelproblem und seine Lösung

Ein Artikel von Dr. Gerhard Führer in der Zeitschrift "Bauen und Renovieren".

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April 2008

Praxis-Tipp: Abdichten statt entfernen

Schimmel im Fußbodenaufbau bedeutete bisher umfangreiche Sanierungen. Bei dem neu entwickelten Estrichfugensystem wird nur noch die Estrichfuge verschlossen, damit keine Sporen und Partikel mehr in die Raumluft entweichen können.

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April 2008

Das Estrichfugensystem Schimmelstopp auf der Internationalen Handwerksmese in München

Ein Fachbericht mit Fragebogen zum Erkennen verdeckter Schimmelprobleme.

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Februar 2008

Internationale Handwerksmesse, München

Präsentation des diffusionsoffenen Estrichfugensystems SCHIMMELSTOPP
am Messestand des Bundeswirtschaftsministerium


 

Oktober 2007

Den Schimmel verschließen, nicht entfernen

Das patentierte Estrichfugensystem erleichtert die Sanierung betroffener Stellen. (Modernisierungs Magazin 10/2007)

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Mai 2007

Diffusionsoffene Estrichfugensysteme als alternative zur Fußbodenkomplettsanierung, Vortrag am Umweltbundesamt in Berlin

Autor: Gerhard Führer
Kurzfassung im Tagungsband der 14. WaBoLu-Innenraumtage, Hrsg.: Verein für Wasser-, Boden- und Lufthygiene (WaBoLu e.V.), Gelsenkirchen
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September 2007

Feuchtigkeit unter dem Fußboden: Ein Schimmelproblem und dessen Lösung

Autor: Gerhard Führer
Die Wohnungswirtschaft 9
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Oktober 2007

SCHIMMELSTOPP - Diffusionsoffenes Sanierungssystem

Referent: Gerhard Führer
1. Deutsches Forum Innenraumhygiene in Bochum


 

Dezember 2007

Wenn´s unter dem Fußboden feucht ist

Autor: Gerhard Führer
Bau und Möbelschreiner - BM
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2006

Sachgerechte Sanierung von Schimmelschäden

Autor: Gerhard Führer
Tagungsband „Umweltgerechtes und gesundes Bauen und Wohnen“, Hrsg: Bundesverband für Umweltberatung e. V., Bremen
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Mai 2005

Sanierung verdeckter Schimmelschäden

Autor: A. Berg
Tagungsband der 12. WaBoLu-Innenraumtage in Berlin, Hrsg.: Verein für Wasser-, Boden- und Lufthygiene (WaBoLu e.V.), Gelsenkirchen


 

Aril 2004

Schimmelpilze in Innenräumen erkennen und richtig sanieren

Autor: Gerhard Führer
Umwelt Medizin Gesellschaft
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2004

Neues, kostengünstiges Sanierungsverfahren bei Schimmel- / Bakterienbefall unter einem schwimmenden Estrich: Diffusionsoffenes Fugenabdichtungssystem

Autor: Gerhard Führer
Immobiliensanierung - Bauschäden und Instandsetzung, Instandhaltung und Modernisierung (Nachschlagewerk)
Herausgeber: WRS Verlag / Haufe Mediengruppe, München / Planegg
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2003

Schimmelbildung in Gebäuden

Autoren: G. Führer, J. Gänßmantel (Herausgeber)
Lose Blattsammlung FORUM-Verlag


 

AKTUELLES

Taifun in der Fußbodenkonstruktion
Film-Mitschnitt während einer Probeentnahme. Sie sehen umher wirbelnde Styroporkügelchen in der Fußbodenkonstruktion.

 
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